Karfreitag auf Schwäbisch: Maultaschen!

Seit ich denken kann, gibt es in meiner Familie jedes Jahr zu Karfreitag das gleiche Essen: Maultaschen! Das Traditionelle Freitagsessen hierzulande ist ja eher Fisch. Da meine Familie aber ursprünglich aus dem Ländle kommt, gibt es bei uns eben „herrgottsbscheiserle“, besser bekannt als Maultaschen.

Früher hat meine Oma die Maultaschen immer selbstgemacht, seit ein paar Jahren aber, greifen wir auf die Maultaschen aus der Kühltheke zurück. Irgendwie ging mir das gegen den Strich. Für mich haben Feiertage viel damit zu tun Zeit mit der Familie zu verbringen, lecker zu Essen und die Seele baumeln zu lassen. Also habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, dass ich die Maultaschenproduktion übernehme.

Maultaschen...

Also habe ich mir ein Rezept rausgesucht und mich auf den Weg zum einkaufen gemacht. Da fing es schon an: Im Ländle kann man den Nudelteig ganz bequem beim Bäcker bestellen, hier geht das leider nicht. Aber gut, dass mein Rezept auch den Teig beinhaltete und so ein Nudelteig ist ja rasch zusammengeworfen. Die weiteren Zutaten stellten mich vor das nächste Problem: Kalbsbrät. Tatsache ist, dass ich das Brät beim Metzger vorbestellen musste, da es gekuttert werden muss und dies einige Zeit in Anspruch nimmt. Schöner Nebeneffekt: Ich habe mich endlich einmal richtig mit meinem Essen bzw. dessen Zutaten und deren Herstellung beschäftigt.

Heilgs Blechle! Das war vielleicht eine Arbeit! Der Nudelteig war schnell gemacht, die Fülle ebenso. Aber das ausrollen, füllen und abkochen hat dann doch ein Weilchen gedauert. So einen ganzen Nachmittag circa ;) Ich war dann sehr froh, als meine Oma sich zu mir in die Küche gesellte und mir geholfen hat die Maultaschen abzukochen. Währenddessen habe ich immer wieder neuen Teig ausgerollt, den Rand mit Eigelb bepinselt, die Füllung aufgetragen, die Maultaschen geklappt und geschnitten. Puh!!!

Aber die Mühe hat sich gelohnt: alle haben gesagt, dass die Maultaschen ganz wunderbar geschmeckt haben! Finde ich übrigens auch ;) Gut, dass ich noch eine ganze Menge übrig habe, die jetzt in die Tiefkühltruhe wandert.

PS: Die Bilder sind nix besonderes, aber nach der ganzen Arbeit hatte ich keinen Nerv mich drum zu kümmern, ob die Bilder noch schön werden. Hauptsache die Maultaschen schmecken!

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