Mein erstes „Secret Dinner“ in Köln…

Endlich!

Die Supper Clubs / Guest Kitchens / Guerilla Restaurants, die ich ja schon aus Buenos Aires kenne, halten nun auch in Köln einzug. Am Samstag war es dann soweit: Das erste Dinner des Create Club Cologne stand an und Achim und ich durften Gast sein. Es war ein Fest!

Create Club Cologne

Wo fange ich bloß an? Vielleicht damit, dass ich immer noch ganz begeistert bin von diesem wunderbesten Abend! Es war eine schöne Location, spannende Leute, guter Wein und noch besseres Essen – ein (Sommer-)Abend, so wie er sein sollte…

Aber von vorne: Da surfe ich letztes Wochenende planlos durchs Netz und sehe, dass in Köln ein Guerilla-Kaffekränzchen statt gefunden hat. Ohne mich. Hmpf. Also surfte ich weiter und bin auf einmal auf der Seite des Create Club Cologne. Dort wurde das Dinner beworben – also angemeldet und kurz gehofft, dass es noch freie Plätze gibt. Als die Bestätigung kam, dass wir dabei sein dürfen war die Freude groß! Yay!

Am Mittwoch wurde dann per Mail das Geheimnis gelüftet, wo das Dinner stattfindet: Es ging in die Südstadt – genauer gesagt in die Stilbude auf der Bonner Straße. Hätte ich nicht die Adresse gehabt, wäre ich wohl daran vorbeigelaufen. So aber stolperte ich in ein wunderhübsches Ladenlokal, wo sonst Eis (am Stil!), Kuchen und Quiches verkauft werden. Dort muss ich definitiv bald noch einmal hin um das Eis zu testen!

Stilbude

Uns erwartete eine lange, wunderhübsch dekorierte Tafel aus zusammengewürfelten Tischen und Stühlen. Der Tisch war mit Holzscheiben, Kerzen und Sommer-bzw. Wildblumen-Sträußchen dekoriert und hätte so, wie er da stand, auch in irgendeinem dieser fancy Wohnmagazine abgebildet sein können.

Zur Begrüßung gab es entweder hausgemachte Limonade oder Gin mit Paloma-Grapefruitlimo. Da Gin ja nicht meins ist entschied ich mich für die Limo. Die war sehr lecker, ziemlich süffig und die perfekte Wahl bei dem Wetter!

Limo

Mit den Getränken in der Hand standen wir vor der Stilbude und lernten nach und nach die anderen Gäste kennen. Es war ein bunt gemischter Haufen an durchweg sympathischen Leuten. Über das Essen kam man auf immer wieder neue Themen und ich fand es echt schön mit Leuten zu schnacken, die man sonst wohl nicht kennen gelernt hätte. Jeder hatte eine interessante Geschichte zu erzählen und uns alle verband die Neugier auf den Abend und das, was uns erwarten würde.

Dann wurde zu Tisch gebeten. Das Team, was hinter dem Create Club Cologne steckt, stellte sich kurz vor. Ein bunter Haufen an netten Leuten, die die Leidenschaft für gutes Essen teilen. (Verzeiht mir, wenn ich die Namen nicht mehr zusammenbekomme aber ich bin einfach so schlecht im Namen merken.) Keiner von Ihnen ist ausgebildeter Koch, aber das hat man dem Essen nicht angemerkt. Ich finde es toll, dass sie sich zusammengefunden haben und gemeinsam dieses Event auf die Beine stellen!

Create Club Cologne

Es wurde kurz erklärt, dass der Wein gesponsored wurde und die Erlöse daraus an die Kölner Tafel gespendet werden. Eine tolle Idee und ein guter Grund für eine zweite Flasche ;) War ja für den guten Zweck und so… Und 8€ für die Flasche war auch ein wirklich fairer Preis.

Schön war, dass jeder eine Farbe zugewiesen bekam, damit klar war, wem welche Flasche Wein gehört. Ich entschied mich spontan und zu Achims Leidwesen für Pink, sodass unsere Flasche aber auch unsere Gläser einen pinken Sternchenaufkleber bekamen. Hach…

Pinkes Sternchen

Als Vorspeise gab es einen Salat aus Karotte, Apfel, Backerbesen, Pistazien und Feta in Sesam. Dazu gab es Couscous Rollen. Wenn ich das Rezept in einem Kochbuch sehen würde, ich würde es wohl nicht ausprobieren. Aber es war wirklich lecker. Abgeschmeckt mit einer Zitronennote und Basilikum war es ein schöner Salat, der glaube ich auch im Winter gut kommt. Für mich gab es eine Version ohne Pistazien, wegen der doofen Nussallergie. Die hatte ich schon im Vorfeld angekündigt und es war zum Glück überhaupt kein Problem! :)

Vorspeise

Zwischen Vorspeise und Hauptgang gingen einige noch einmal raus, so mixte sich die Runde etwas durch und man kam auch mit Leuten ins Gespräch, die am anderen Ende der Tafel saßen. Dann wurde wieder zu Tisch gebeten, der Hauptgang war fertig:

Wilder Reis in Granatapfel mit Pesto-Hähnchen

HauptgangNormal bin ich ja kein Fan von Reis, aber der war wirklich lecker. Es waren Mandeblättchen und Wildreis untergemischt und der Reis war so, wie er sein sollte. Nicht zu weich und nicht zu fest. Durch die Granatapfelkerne hatte das ganze etwas wunderbar fruchtiges und die Süße passte toll zu dem Hähnchen. Überhaupt möchte ich noch kurz das Hähnchen loben: Es war auf den Punkt! Das ist bei Hähnchen ja leider nicht immer der Fall und das für die Menge an Leuten zu schaffen ist bestimmt nicht einfach, wenn man das nicht gewohnt ist. Daher: Respekt! Es war sogar so lecker, dass ich das Angebot noch ein wenig Nachschlag zu bekommen auch sehr gerne angenommen habe.

Hauptgang vegetarisch

Für die Vegetarier gab es statt dem Hähnchen ein vegetarisches Schnitzel. Es war panierter Feta, ich durfte bei meiner Nachbarin einmal kurz probieren. War auch sehr lecker! Allerdings auch ziemlich sättigend…

Dessert

Als Dessert gab es geeistes Johanisbeerküchlein und geeistes Erdbeerküchlein. Beide waren ziemlich lecker, der Sesamboden war mal etwas ganz neues und die frischen Johanisbeeren haben toll zu der cremigen Konsistenz der Küchlein gepasst. Kurzum: Es war ein Träumchen!

Zum Dessert gab es dann auf Wunsch noch Kaffe. Ich hatte einen doppelten Espresso und auch der war yummi. Nach dem Essen standen wir noch ein Weilchen draußen, quatschten, leerten den Rest Wein und tauschten Restaurant-Tips. Es war den ganzen Abend eine angenehm entspannte Stimmung, ein bisschen wie bei Freunden.

Ich bin wie gesagt ziemlich begeistert und hoffe, dass ich bald noch einmal an einem der Dinner teilnehmen darf. Danke an die Organisatoren, dass ihr dieses Experiment gewagt habt, uns einen so schönen & besonderen Abend beschert habt und natürlich Danke für das leckere Essen! 

Wasser & Wein

Candle Light Dinner

 

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